Kinder-Gottesdienst für den 12.04.2020: Jesus ist auferstanden!

Willkommen!

Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!
Mit diesen uralten Worten begrüße ich euch alle herzlich zu unserem online Kindergottesdienst am Ostersonntag.

 Macht es Euch nun bequem und zündet mit Hilfe Eurer Mama oder eures Papas eine Kerze an. Wir wollen den Kindergottesdienst beginnen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Könnt Ihr Euch noch daran erinnern, wie Jesus gefangen genommen, verurteilt und gekreuzigt wurde? Sein Leichnam ist dann in ein Grab gelegt worden. Vor diesem Grab liegt nun ein schwerer Stein. Er verschließt das Grab. Jesu Freunde und seine Familie trauern um ihn. Unsere heutige Geschichte handelt von der Verwandlung der Trauer in Freude. So lasst uns mit dem Kanon „Du verwandelst meine Trauer…“ einstimmen:
Du verwandelst meine Trauer in Freude.
Du verwandelst meine Ängste in Mut.
Du verwandelst meine Sorgen in Zuversicht.
Guter Gott! Du verwandelst mich.

Traurig sind drei Frauen über den Tod Jesu. Sie überlegten sich, womit sie Jesu noch Gutes tun konnten.  Sie wollten nicht zu Hause bleiben, sondern wollten sich auf den Weg machen zu seinem Grab, um ihn mit wohlriechenden Ölen einzureiben und mit Tüchern einzuwickeln. Das wurde früher oft so gemacht. Sie verabredeten sich für den nächsten Morgen. Eine von diesen Frauen war Maria Magdalena.

Maria Magdalena ist traurig. Unendlich traurig. Vor ein paar Tagen haben Männer ihren Freund Jesus ans Kreuz geschlagen. Dort war er gestorben. Seitdem kann Maria Magdalena nicht mehr richtig denken.  Sie fühlt sich, als wäre sie aus der Zeit gefallen. Sie kann nicht mehr schlafen und nicht mehr essen.
Sie ist wütend, so richtig wütend auf die Soldaten,  nämlich auf die Männer, die Jesus getötet haben. Manchmal will sie laut losschreien, weil sie gar nicht weiß, was sie tun soll und weil alles in ihr nur noch weh tut. Wohin mit der Traurigkeit und Wut?
Manchmal laufen ihr die Tränen über die Wangen und sie weint ganz lange.
Jetzt läuft sie unruhig im Haus hin und her. Sie kann an nichts anderes mehr denken: „Wozu musste Jesus sterben?!“ „Ich hatte Jesus so gern- und jetzt ist alles vorbei?!“ „Ich vermisse ihn so sehr!“

Maria Magdalena will nun mit ihren beiden Freundinnen zum Grab von Jesus gehen. Sie wollen ihm noch ein letztes Mal etwas Gutes tun. Deshalb packt Maria Magdalena Salben, Öle und Tücher zusammen, um den Körper von Jesus damit einzureiben und ihn einzuwickeln. Sie will Jesus noch einmal sehen. Sich von ihm verabschieden, ihn noch einmal berühren. Vielleicht kann sie so besser verstehen, was passiert ist. Und dass Jesus wirklich tot ist.

Als Maria Magdalena vor das Haus tritt, warten schon ihre Freundinnen auf sie. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zum Grab von Jesus.

Langsam und traurig gehen sie. Schwer fällt ihnen das Laufen. Dabei sprechen sie über Jesus. Darüber, was er ihnen Gutes getan hat, was sie von ihm lernen konnten, wie gern sie ihn hatten.
Aber sie sprechen auch darüber, dass jetzt alles vorbei ist. Denn Jesus ist tot. Und die Frauen fühlen sich allein gelassen und einsam.

Als sie näher zum Grab kommen, bemerkt Maria Magdalena es als Erste: „Was ist los am Grab von Jesus? Irgendetwas hat sich verändert! Was ist nur passiert?!“
Und ihre Freundin bemerkt es ebenso: „Maria, sieh nur! Der Stein ist weg! Das Grab ist ja offen!“

Jetzt fangen die Frauen an zu laufen. Sie müssen wissen was geschehen ist.
So schnell sie können, laufen sie zu Jesu Grab. Irgendetwas ist ungewöhnlich und Mara Magdalena hat ein ganz merkwürdiges Gefühl.

Sie gehen in das Grab hinein und Maria Magdalena ist fassungslos: „Jesus liegt nicht hier! Er ist weg! – Wo kann er nur sein?“
Ihre Freundinnen sind ganz traurig: „Wenn Jesus nicht mehr hier ist, können wir ihn nicht mehr sehen, ihn nicht mehr mit unseren Ölen einreiben…“

Doch während die Frauen noch  ganz traurig in ihr Gespräch versunken sind, treten plötzlich zwei Männer mit glänzenden Kleidern zu ihnen.

Maria Magdalena erschrickt ganz schrecklich – ihren Freundinnen geht es genauso. Sprachlos schauen sie zu Boden:
„Engel – das hier muss ein Engel sein“, kann Maria Magdalena nur denken.
Einer spricht zu den Frauen: „Was sucht ihr Jesus bei den Toten?
Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Jesus hat euch doch schon, als er noch lebte, gesagt, dass er am Kreuz sterben wird, aber am dritten Tage auferstehen.“

„Ja, der Engel hat recht“ denkt Maria Magdalena. „Jesus hat es uns damals gesagt. Und ich wusste gar nicht, was er damit meinte, und was er uns sagen wollte.“ Plötzlich hat Maria Magdalena das Gefühl, dass Jesus bei ihr ist. In ihrem Herzen. Und Maria Magdalena wird froh.

Die Männer in ihren glänzenden Gewändern sind wieder verschwunden, aber Maria Magdalena ist nicht mehr traurig. Sie ist glücklich. Denn nun weiß sie: „Jesus ist nicht tot. Er lebt. Jesus ist auferstanden. Jesus wird immer bei mir sein. Auch wenn ich ihn nicht sehe. Aber ich kann ihn spüren und seine Liebe wird niemals aufhören. Er wird mir immer ganz nahe sein!“

Jetzt haben die Frauen nur noch einen Wunsch. Sie wollen ganz schnell nach Hause laufen und ihren Freunden erzählen, was da am Grab von Jesus passiert war.

Lasst uns mit den drei Frauen freudig „Der Herr ist auferstanden!“ rufen, indem wir den Kanon  „Der Herr ist auferstanden…“ singen.
Der Herr ist auferstanden!
Er ist wahrhaftig auferstanden!
Halleluja, halleluja!

Gebet

Gott, die Freude ist unglaublich. Nachdem wir in den letzten Wochen gehört haben, wie schlimm es Jesus ergangen ist, dürfen wir heute hören, dass Jesus auferstanden ist. Er ist wirklich auferstanden! Du hast ihn lebendig gemacht. Wir haben ihn mit den Frauen für tot gehalten. Wie wunderbar ist deine Macht!
Hell leuchtet nun das Osterlicht. Wir erkennen in diesem Licht, wie lieb du uns, Gott, hast. Wir wollen an die Menschen denken, die dein Liebe besonders brauchen und ihnen ein Licht anzünden. Nehmt nun ein Teelicht und zündet es selber oder mit Hilfe Eurer Mama und Eures Papas an und sprecht: „Wir denken ganz besonders an die Menschen …
Gott ist ein neuer Anfang. Gib uns Ideen, wie wir zum Osterlicht für andere werden können. Gib uns den Mut, anderen vom Osterlicht zu erzählen. Amen.

Segen

Gottes Osterlicht sei mit Dir auf deinem Weg durch die neue Woche. Amen.

Kreatives

Ostern ist das Fest der Freude! Es gibt daher einen alten Brauch, nämlich das Osterlachen. Denn Jesus Auferstehung von den Toten ist Ausdruck von Gottes Gelächter über den Tod. Wir feiern zu Ostern unsere Freude über das Leben. „ Halleluja! Jesus lebt, er ist wahrhaftig auferstanden!“ Darum ist das Osterlachen ein Lachen von Herzen und nicht ein Lachen über jemanden.
So erzählt Euch doch heute Morgen beim Frühstück oder beim Spaziergang gegenseitig Witze. Hier habe ich auch noch welche für Euch:

Julia war zum ersten Mal im Gottesdienst. Danach fragen die Eltern. Was hat dir denn am besten gefallen?
– Dass alle Hallo Julia gesungen haben. (Eigentlich wurde „Halleluja“ gesungen)

Im Zoo trifft ein Elefant auf zwei Ameisen.  Fragen die Ameisen den Elefanten: „Wollen wir kämpfen?“
– Antwortet der Elefant: „Zwei gegen einen ist unfair!“

„Warum gibst Du eigentlich unseren Hühnern nur noch Kakao zu trinken?“, fragt die Oma ihre Enkelin ganz verwundert.
– Sie antwortet darauf: „Wie sollen die Hühner denn sonst Schokoladeneier zu Ostern legen?“

Spiele

Freude wird auch im gemeinsamen Spielen ausgedrückt. So könnt Ihr beim Spaziergang auch einige Osterspiele spielen.

Ein sehr bekanntes ist der Eier-Wettlauf. Dafür legt jeder Mitspieler jeweils ein rohes Ei auf seinen Esslöffel. Auf ein Zeichen hin  laufen alle möglichst schnell zu einem vorher ausgemachten Ziel. Wer zuerst mit dem „heilen Ei“ ankommt, hat gewonnen.

Ein anderes berühmtes Eierspiel ist das Eierticken. Gib deinem Mitspieler ein buntes, gekochtes Ei und nimm selbst eins in die Hand. Tickt nun die Eier mit der Ei-Spitze aneinander, das heißt, schlagt sie leicht gegeneinander! Wessen Ei am längsten heil bleibt, der darf das Ei des anderen aufessen! (Tipp: Wie stark darf man ticken?)

 Ein weiteres Wettbewerbsspiel ist das Eierrollen. Die Anzahl der Spieler ist unbegrenzt. Ihr versammelt euch auf einen Wiesenhang oder baut euch, wenn das Gelände eben ist, einen Hang aus einem schrägen Brett. Jeder lässt nun ein buntes Ei oder mehrere runter rollen. Derjenige, dessen Ei am weitesten kommt, darf alle übrigen einsammeln. (Tipp: Am Ende alle Eier untereinander teilen.)

Text und Bild: Anne Werner

Vgl. die Geschichte bei: Gaffron, Anita, Mit Kindern biblisch kreativ durchs Jahr. Die Oster- und Passionszeit erleben, S. 117-120.
Vgl. Osterspiele bei: Vorhang Auf- Zeitschrift für Kinder und Eltern Ostern, Hasen, Frühlingsfreuden, Heft 2017/1, S. 24.


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